Ausblick

Das wird 2020 für Unternehmer wichtig

Das neue Jahr bringt wieder eine Vielzahl gesetzlicher und weiterer Änderungen. In unserem Ausblick haben wir die wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst. Plus: Die Jahresprognose von Postbank Chefvolkswirt Dr. Marco Bargel zu den wichtigsten Wirtschaftsdaten.

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Das gilt zum Beispiel für den Bürokratieabbau. Hier gibt es dank dem im Oktober 2019 vom Deutschen Bundestag verabschiedeten sogenannten Bürokratieentlastungsgesetz III ab dem Steuerjahr 2020 zumindest einige Erleichterungen, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. So wird die umsatzsteuerliche Kleinunternehmergrenze von 17.500 auf 22.000 Euro angehoben. Die Kleinunternehmergrenze legt fest, bis zu welchem Vorjahresumsatz Unternehmen im darauffolgenden Jahr keine Umsatzsteuer abführen müssen, vorausgesetzt dass sie für Letzteres nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz erwarten. Positive Veränderungen bringt das Gesetz auch für Existenzgründer: Sie müssen die Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht mehr zwingend monatlich, sondern regelmäßig nur noch vierteljährlich abgeben.

 

Steuerlich besser gestellt werden künftig Unternehmen, die umweltfreundliche Fahrzeuge mieten oder leasen. „Für Elektrofahrzeuge und extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge sowie für angemietete Fahrräder, die keine Kraftfahrzeuge sind, wird bis zum Jahr 2030 der bisherige Umfang der Hinzurechnung bei der Gewerbesteuer halbiert. Damit verringert sich die tatsächliche Gewerbesteuerbelastung“, sagt Jörg Rummel, Steuerreferent im Bereich Recht und Steuern bei der IHK für München und Oberbayern.

 

Mehr zu den Änderungen, die Selbstständige und Mittelständler im neuen Jahr beschäftigen dürften, haben wir für Sie im Folgenden kompakt zusammengestellt:

Gesetze und Verordnungen

  • Weniger Bürokratie

    Neben den bereits beschriebenen Änderungen bezüglich der Umsatzsteuer (siehe oben) ist die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein Kernelement des Bürokratieentlastungsgesetzes III: Künftig ersetzt ein elektronisches Meldeverfahren die „gelben Zettel“. Unternehmen können die Daten über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit sowie das Auslaufen der Entgeltfortzahlung elektronisch von der Krankenkasse abrufen.

     

    Zum Gesetzesentwurf gehören auch vereinfachte Aufbewahrungsvorschriften für Steuerunterlagen: Künftig reicht es aus, wenn der Steuerpflichtige nach einem Systemwechsel fünf Jahre einen Datenträger mit den gespeicherten Steuerunterlagen vorhält. Bisher müssen Unternehmen im Rahmen der Aufbewahrungspflichten zehn Jahre verschiedene Zugangswege und die damit verbundenen Datenverarbeitungssysteme für elektronisch gespeicherte Daten vorhalten. Das gilt auch dann, wenn diese Systeme im Betriebsalltag nicht mehr genutzt werden. Mehr Informationen zum Bürokratieentlastungsgesetz III finden Sie hier.

     

    Weitere die Steuergesetzgebung betreffende Änderungen durch das Bürokratieentlastungsgesetz III finden Sie in der Rubrik Steuern.

  • Ausgeweitete Meldepflicht für Gefahrstoffe

    Unternehmen, die Produkte in Verkehr bringen, in denen Gefahrstoffe enthalten sind, müssen zu jedem entsprechenden Produkt eine Meldung an die Behörden abgeben. Im Gegensatz zu den bisherigen Bestimmungen (§ 16e Chemikaliengesetz) müssen Unternehmen voraussichtlich ab 2020 die komplette Rezeptur entsprechender Produkte melden. Ziel ist es, Verbraucher besser zu schützen und öffentlichen Institutionen, wie den Gift-Notrufzentralen, die Arbeit zu erleichtern. Wichtig: Ende Oktober 2019 hat die EU-Kommission eine Verordnung verabschiedet, die den Beginn der Meldepflicht auf den 1. Januar 2021 verschiebt. EU-Rat und EU-Parlament haben bis zum 29. Dezember 2019 Zeit, Widerspruch einzulegen. Bleibt dieser aus, tritt die Verordnung in Kraft – und die Einführung der Meldepflicht wird um ein Jahr verschoben. Mehr Informationen finden Sie hier.

  • Mehr Wettbewerb im Online-Handel

    Ab dem 12. Juli gilt europaweit die Platform-to-Business VO (P2B-Verordnung). Mit ihr soll der Wettbewerb im E-Commerce fairer werden. Online-Plattformen müssen dann zum Beispiel die Parameter, nach denen sie Unternehmen auf ihrer Seite „ranken“, in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen offenlegen. Davon sollen insbesondere Online-Händler profitieren, die für ihre Auffindbarkeit und Präsenz im Internet auf Plattformen und Suchmaschinen angewiesen sind. Mehr Infos lesen Sie hier.

  • Neue Regeln für die Entsendung von Arbeitnehmern

    Ab Juli 2020 gelten neue Regeln für die Beschäftigung von Arbeitnehmern, die statt in ihrem Heimatland im EU-Ausland arbeiten. Unternehmen müssen entsprechende Arbeitnehmer zu den gleichen Bedingungen beschäftigen wie die einheimischen Kollegen im Zielland. Das gilt sowohl für die Höhe des Lohns als auch für die Ansprüche in Sachen Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Die Sozialabgaben werden allerdings auch nach dem Inkrafttreten der Reform weiterhin in den Herkunftsländern fällig. Die Reform sieht außerdem eine Befristung des Einsatzes von Arbeitnehmern im EU-Ausland von maximal einem Jahr vor. Nur mit einem Sonderantrag soll eine Verlängerung auf 18 Monate möglich sein. Von der neuen Regelung ausgenommen sind Fernfahrer: Für sie sollen gesondert festgelegte Regeln gelten. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Mehr Gewerke mit Meisterpflicht

    In zwölf aktuell zulassungsfreien Gewerken gilt ab Januar 2020 wieder die Meisterpflicht:

    • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger,

    • Betonstein- und Terrazzohersteller,

    • Estrichleger,

    • Behälter- und Apparatebauer,

    • Parkettleger,

    • Rollladen- und Sonnenschutztechniker,

    • Drechsler und Holzspielzeugmacher,

    • Böttcher,

    • Glasveredler,

    • Schilder- und Lichtreklamehersteller,

    • Raumausstatter und

    • Orgel- und Harmoniumbauer.

     

    Wichtig: Die Rückkehr zur Meisterpflicht gilt nur für neu gegründete Betriebe. Bestehende Betriebe genießen Bestandsschutz. Ziel des neuen Gesetzes ist unter anderem, den Verbraucherschutz zu stärken und Handwerksberufe attraktiver für junge Menschen zu machen.

  • Höhere Bußgelder bei fehlerhafter Kassenführung

    Schon seit Januar 2018 darf das Finanzamt ohne Vorankündigung in Betrieben prüfen, ob mit den verwendeten Kassen alle Einnahmen und Ausgaben korrekt verbucht worden sind. Stellt es bei dieser Kassen-Nachschau fest, dass die fehlerhafte Kassenführung später zu Steuerverkürzungen führen würde, drohen ab sofort hohe Bußgelder. Grundlage hierfür ist § 379 Abs. 1 Nr. 3 AO (Steuergefährdung). Das Gesetz sieht bei Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen ab dem 1. Januar 2020 Bußgelder von bis zu 25.000 Euro vor (vorher waren es bis zu 5.000 Euro).

     

    Um Kassenmanipulationen zu verhindern, müssen elektronische Kassensysteme oder Registrierkassen ab 2020 außerdem neue Sicherheitsanforderungen erfüllen. Dazu gehört eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung, mit denen Betriebe ihre Kassensysteme eigentlich zum 1. Januar 2020 aufrüsten müssen. Zu den Pflichten gehört auch, das Finanzamt bis zum 31. Januar 2020 über Art des Kassensystems und die Sicherheitseinrichtung über einen amtlichen Vordruck zu informieren. Wichtig: Da diese neue Einrichtung bis zu Beginn des neuen Jahres voraussichtlich noch nicht flächendeckend am Markt verfügbar sein wird, gilt eine Übergangsfrist bis mindestens 30. September 2020.

     

    Ausnahme: Für Registrierkassen, die nach dem 25. November 2010 angeschafft wurden und bauartbedingt nicht mit der zertifizierten Sicherheitseinrichtung nachgerüstet werden können, gilt eine Frist bis 31. Dezember 2022. Mehr Informationen gibt es hier.

  • Neue EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR)

    Die EU-MDR ist bereits im Mai 2017 in Kraft getreten. Am 25. Mai 2020 endet nun die Übergangsfrist, in der Betriebe Zeit hatten, die neuen Bestimmungen umzusetzen. Die EU-MDR ersetzt die aktuelle Medizinprodukterichtlinie (93/42/EWG) sowie die Richtlinie über aktive implantierbare medizinische Geräte (90/385/EWG). Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

     

    • Die neue Verordnung hat einen deutlich größeren Geltungsbereich als die bisherigen Richtlinien. Zu Medizinprodukten zählen dann teilweise auch Produkte ohne medizinische Zweckbestimmung, wie zum Beispiel farbige Kontaktlinsen.

    • Hersteller von Medizinprodukten müssen mindestens eine Person nennen, die für das Erfüllen der neuen Anforderungen zuständig ist, und die für diese Aufgabe erforderlichen Qualifikationen dieser Person nachweisen.

    • Hersteller müssen ein System der einmaligen Produktnummer einführen, um die Rückverfolgbarkeit bestimmter Produkte zu vereinfachen.

    • Behörden haben künftig erweiterte Befugnisse, um Medizinprodukte nach dem Inverkehrbringen besser überwachen zu können. Zu möglichen Maßnahmen gehören unangekündigte Audits, Stichproben und Produktprüfungen.

    • Medizinprodukte werden künftig nach Risiko, Kontaktdauer und Invasivität eingestuft. Hersteller müssen ihre technischen Dokumentationen dahingehend prüfen und ggf. aktualisieren. Dazu gehören auch strengere Regeln für die Produktprüfung und -bewertung.

    • Derzeit gilt nach EU-MDR kein Bestandsschutz. Alle derzeit genehmigten Medizinprodukte müssen also nach den neuen Anforderungen zertifiziert werden.

     

    Mehr Informationen zur neuen EU-MDR finden Sie hier.

Steuern

  • Weniger Steuerbürokratie für Existenzgründer

    Für die Besteuerungszeiträume 2021 bis 2026 müssen sich Existenzgründer ihre Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht mehr zwingend monatlich an das Finanzamt übermitteln. Wenn die zu entrichtende Umsatzsteuer voraussichtlich 7.500 Euro nicht überschreitet, genügt es künftig, sich lediglich vierteljährlich um die Umsatzsteuer-Voranmeldungen zu kümmern. Wichtig: Die Änderung gilt zunächst nur befristet.

  • Mehr Freiheit für Kleinunternehmer

    Nach § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG wird die Umsatzsteuer von inländischen Unternehmern ab dem 1. Januar 2020 nicht erhoben, wenn der Umsatz im vergangenen Kalenderjahr die Grenze von 22.000 Euro nicht überschritten hat und der Umsatz 50.000 Euro im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht übersteigt. Bisher waren Kleinunternehmer bereits bei einem jährlichen Umsatz von über 17.500 Euro umsatzsteuerpflichtig.

  • Mehr Rechtssicherheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen

    Um Betrügereien im europäischen Mehrwertsteuersystem zu verhindern, hat die EU-Kommission beschlossen, dass ab Mitte 2022 bei einer innergemeinschaftlichen Lieferung der liefernde Unternehmer im Bestimmungsland die dort zum jeweiligen Mehrwertsteuersatz anfallende Steuer zahlen muss. Um vorab Lücken im Mehrwertsteuersystem zu schließen, haben die EU-Finanzminister sogenannte Quick Fixes, zu deutsch „schnelle Lösungen“, beschlossen. In Deutschland fordert das Umsatzsteuergesetz in diesem Rahmen ab dem 1. Januar 2020, dass der Abnehmer dem Lieferanten in jedem Fall eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer mitteilt. Mehr zu den Quick Fixes lesen Sie hier.

  • Höherer Freibetrag für die betriebliche Gesundheitsförderung

    Künftig haben Arbeitgeber einen größeren Spielraum, wenn es um Gesundheitsleistungen für die Beschäftigten geht. Nach § 3 Nr. 34 EStG wird der entsprechende Freibetrag von 500 Euro auf 600 Euro je Arbeitnehmer im Kalenderjahr angehoben.

  • Mehr Spielraum beim Jobticket

    Schon seit Januar 2019 ist das Jobticket, das Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern zur Verfügung stellen, für Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei. Das Gleiche gilt für Zuschüsse für die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Wohnort und Arbeit, die der Arbeitgeber zusätzlich zum Arbeitslohn zahlt. Neu ist, dass ab 2020 per Entgeltumwandlung selbst finanzierte Jobtickets nur noch mit 25 Prozent pauschal besteuert werden können. Dafür entfällt die Anrechnung auf die Entfernungspauschale.

  • Höhere Abschreibung für Elektrolieferfahrzeuge

    Ab Januar 2020 können Unternehmen für neue Elektrolieferfahrzeuge im Jahr der Anschaffung eine Sonderabschreibung in Höhe von 50 Prozent der Anschaffungskosten in Anspruch nehmen. Das gilt für Lieferfahrzeuge mit einer Gesamtmasse von maximal 7,5 Tonnen, die nach dem 31. Dezember 2019 angeschafft werden und ausschließlich durch einen Elektromotor angetrieben werden.

  • Weniger Gewerbesteuer bei gemieteten oder geleasten Elektrofahrzeugen

    Unternehmen, die umweltfreundliche Fahrzeuge mieten oder leasen, werden künftig steuerlich bessergestellt. Für Elektrofahrzeuge und extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge sowie für angemietete Fahrräder, die keine Kraftfahrzeuge sind, wird bis zum Jahr 2030 der bisherige Umfang der Hinzurechnung bei der Gewerbesteuer halbiert. Das verringert auch die tatsächliche Steuerzahlung.

Logistik und Verkehr

  • Ausgeweitete Winterreifenpflicht für Lkw und Busse

    Ab 1. Juli 2020 gelten für Lkw und Busse neue Anforderungen in puncto Winterreifen. Busse der Klassen M2 und M3 sowie Lkw der Klassen N2 und N3 benötigen dann nicht nur auf den Antriebsachsen, sondern auch auf den Lenkachsen wintertaugliche Bereifung. Wichtig: Als Winterreifen gilt nach Vorschrift ein Reifen, der das Symbol eines Bergs mit Schneeflocke trägt.

  • Höhere Kaufprämie für Elektrofahrzeuge

    Die Kaufprämie für Elektroautos wurde bis 2025 verlängert. Für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge gibt es 6.000 Euro, für Plug-in-Hybride zahlt der Staat eine Prämie von 4.500 Euro. Die Regeln: Das zu fördernde Elektroauto hat einen Nettolistenpreis (Basismodell) von unter 40.000 Euro. Ist der Listenpreis höher, zahlt der Staat bei reinen E-Autos einen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro. Plug-in-Hybride werden mit einem Zuschuss in Höhe von 4.000 Euro gefördert.

  • Aerodynamischere Fahrerhäuser für Lkw

    Ab dem 1. September 2020 erfolgt die Zulassung von Lastwagen mit runderem Bug. Nach aktuellen EU-Vorschriften dürfen Lkw-Führerkabinen maximal 2,35 Meter lang sein. Künftig dürfen die Hersteller sie um 80 bis 90 Zentimeter verlängern. Der Hintergrund: Das neue Design soll zum einen für mehr Sicherheit sorgen, da durch den längeren Bug tote Winkel im Gesichtsfeld des Fahrers verringert werden können. Zum anderen sorgt die rundere Form für einen verringerten Luftwiderstand, wodurch die Lastwagen kraftstoffeffizienter unterwegs sein können.

Lohn und Soziales

  • Höherer Mindestlohn für alle

    Für das Jahr 2020 ist eine weitere Erhöhung des Mindestlohns geplant: Dann müssen Arbeitgeber mindestens 9,35 Euro pro Stunde bezahlen.

  • Neuer Mindestlohn für Azubis

    Ab 2020 erhalten Azubis im ersten Lehrjahr mindestens 515 Euro monatlich. Dieser Basiswert soll in den kommenden Jahren weiter ansteigen: Ab 2021 sollen Azubis im ersten Lehrjahr 550 Euro verdienen, ab 2022 bereits 585 Euro und ab 2023 sogar 620 Euro. Auch im zweiten, dritten und vierten Lehrjahr der Ausbildung soll die Vergütung erhöht werden. Und zwar um 18 Prozent im zweiten, um 35 Prozent im dritten und um 40 Prozent im vierten Lehrjahr. Ausnahmen: Diese Regeln gelten nicht für tarifgebundene Unternehmen.

  • Mehr Meister-BAföG

    Ab August 2020 gibt es mehr Meister-BAföG (offiziell: „Aufstiegs-BAföG“). Der Höchstsatz für Alleinstehende steigt dann von derzeit 768 Euro pro Monat auf 892 Euro pro Monat. Grundlage hierfür ist die Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes, die zum 1. August 2020 in Kraft tritt. Gefördert werden dann alle Fortbildungsstufen: vom Gesellen zum Servicetechniker, vom Servicetechniker zum Meister und vom Meister zum Betriebswirt im Handwerk. Voraussetzung für die Förderung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Mehr Informationen gibt es hier.

  • Höherer Mindestlohn im Elektrohandwerk

    Zum 1. Januar 2020 steigt der Mindestlohn im Elektrohandwerk um 4,4 Prozent auf 11,90 Euro an. Das haben IG Metall und der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) vereinbart. Bis 2024 steigt der Mindestlohn weiterhin stufenweise an. Ein Überblick:

    • 1. Januar 2021: 12,40 Euro

    • 1. Januar 2022: 12,90 Euro

    • 1. Januar 2023: 13,40 Euro

    • 1. Januar 2024: 13,95 Euro

  • Neue Sachbezugswerte

    Bei der Berechnung der steuerpflichtigen und in der Sozialversicherung beitragspflichtigen Sachbezüge, wie freie Unterkunft oder freie Verpflegung, sind regelmäßig die amtlichen Sachbezugswerte zu berücksichtigen. Im Bereich Verpflegung erhöhen sie sich von bisher 251 Euro auf 258 Euro im Monat. Damit sind für ein verbilligtes oder unentgeltliches Frühstück 1,80 Euro und für ein Mittag- oder Abendessen 3,40 Euro anzusetzen. Der Monatswert für Unterkunft und Mieter steigt im Jahr 2020 von 231 Euro auf 235 Euro. Einen Überblick über alle Sachbezugswerte finden Sie hier.

  • Erhöhung der Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen

    Ab Januar 2020 werden die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen erhöht. Statt bisher 24 Euro sind künftig 28 Euro für Abwesenheiten von 24 Stunden vorgesehen. Für An- und Abreisetage sowie für Abwesenheitstage ohne Übernachtung und von mehr als 8 Stunden sind statt 12 Euro 14 Euro vorgesehen. Grundvoraussetzung ist hier, dass der Arbeitnehmer außerhalb seiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig ist.

Prognosen 2020

Die Prognosen zu den wichtigsten Wirtschaftsdaten des Jahres 2020 von Postbank Chefinvestmentstratege Dr. Marco Bargel

Deutsche Konjunktur: leicht erholt

Politische Risiken belasten weiterhin die deutsche Exportwirtschaft.

Zinsen Eurozone: alles beim Alten

Von der Europäischen Zentralbank ist weiter keine Zinserhöhung zu erwarten.

Aktien: DAX könnte zulegen

Der deutsche Leitindex könnte in 12 Monaten auf 14.000 Punkte zulegen.

Rohöl: kein Potenzial für Preissteigerungen

Die Ölförderung dürfte die weltweite Nachfrage 2020 überkompensieren.

Leichte Euro-Erholung in Sicht

Gestiegene Hoffnungen auf einen geregelten Brexit und eine stabilere Weltkonjunktur haben den Euro jüngst zum US-Dollar leicht zulegen lassen. Dieser Trend dürfte sich im kommenden Jahr fortsetzen.

BIP-Wachstum

Zinsen

DAX

Rohöl

Euro / US-Dollar

Quelle: Postbank; Stand: 09.12.2020

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Messetermine 2020
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  • Bildnachweise

    Aufmacher-Video: iStockphoto / Motion Loop; Grafik: HMC

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