Perspektiven

Hauptsache gut versichert

Am 13. März beginnt in München die Internationale Handwerksmesse. Für Unternehmer ist der Messebesuch oft ein Anlass für Investitionen, etwa in neue Maschinen. Wichtig ist dann, auch den Versicherungsschutz auf Stand zu bringen.

Investitionen

anchmal genügt ein Funke, um das Lebenswerk eines Unternehmers in Gefahr zu bringen. So wie kürzlich bei einem kunststoffverarbeitenden Unternehmen in Süddeutschland. Ein durch Feuchtigkeit ausgelöster Kurzschluss setzte dort mitten in der Nacht den Schaltkasten einer Fräse in Brand. Schnell breitete sich das Feuer auf die in der Halle gelagerten Kunststoffmaterialien und die Maschinen aus. Nur die Sprinkleranlage und die dank einer Feuermeldeanlage schnell eintreffende Feuerwehr verhinderten, dass das Feuer auf Nebengebäude übergriff.

 

Die traurige Bilanz: ein Totalschaden an der Werkhalle und eine größtenteils zerstörte Betriebseinrichtung. Hinzu kamen ein durch Brand und Löscharbeiten entstandener Haftpflichtschaden am Nachbargrundstück sowie Umsatzeinbußen durch die dreimonatige (Teil-)Betriebsunterbrechung. Gesamtschadenssumme: 2,8 Millionen Euro. Glück im Unglück: Der Betrieb war gut versichert und alle Daten über die Betriebseinrichtung auf einem Cloudserver extern verfügbar und auf dem aktuellen Stand. So konnte – nachdem die Feuerwehr Brandstiftung ausgeschlossen hatte – die Versicherung schnell eine Regulierungszusage geben und der Inhaber bereits kurz nach dem Brand mit dem Wiederaufbau beginnen.

 

Risiken individuell prüfen

Der Fall des süddeutschen Mittelständlers ist nur eines von vielen Beispielen aus den Schadensberichten der HDI Versicherung. Rund 6,5 Milliarden Euro wendeten die deutschen Versicherer im Jahr 2017 insgesamt für die Regulierung nicht privater Versicherungsfälle auf. Das zeigt, wie wichtig eine gute Absicherung für den Schadensfall ist. Die goldene Regel lautet dabei: Die Policen sollten immer auf die spezifischen Bedürfnisse des Betriebs zugeschnitten sein. Eine Tischlerei etwa hat es mit anderen Schwerpunktrisiken zu tun als ein mittelständisches Kurierunternehmen. Während für Erstere insbesondere eine Maschinenversicherung sinnvoll erscheint, ist es für Letzteres vor allem die Kfz-Kleinflottenversicherung. Welche Betriebsversicherungen für die meisten Unternehmen unerlässlich sind und welche Spezialversicherungen für bestimmte Branchen sinnvoll erscheinen, zeigt unser Kurzüberblick.

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Diese Betriebsversicherungen sollte jedes Unternehmen haben

  • Betriebshaftpflichtversicherung

    Diese Police ist für alle Unternehmen Pflicht. Denn sie greift immer dann, wenn durch die Ausübung betrieblicher Tätigkeiten Personen- oder Sachschäden verursacht werden. In diesem Fall muss das Unternehmen seiner gesetzlichen Haftpflicht nachkommen. Insbesondere wenn Personen zu Schaden kommen, können die finanziellen Forderungen schnell mehrere Hunderttausend Euro betragen.

  • Inhaltsversicherung

    Mit dieser Police schützen Sie sich vor den finanziellen Folgen von Schäden an der Betriebseinrichtung, Vorräten und Warenbeständen. Zu den versicherten Gefahren gehören zum Beispiel Brand, Einbruchdiebstahl sowie Sturmschäden. Wichtig: Überprüfen Sie genau, welche Gefahren der Versicherungsgeber mitversichert. Denn das variiert von Anbieter zu Anbieter. Unter Umständen ist der separate Abschluss einer Feuer- oder Sturmversicherung nötig. Und: Überprüfen Sie am besten jährlich, ob die Höhe der Versicherungssumme noch dem tatsächlichen Wert der versicherten Gegenstände entspricht.

  • Betriebsgebäudeversicherung

    Diese Police ist das äußere Pendant zur Inhaltsversicherung. Sie springt ein, wenn Bürogebäude und Lagerhallen durch Feuer, Leitungswasser oder Sturm beschädigt werden. Die Versicherungssumme richtet sich in der Regel nach dem Neuwert des Betriebsgebäudes. Nach Um- oder Anbauten sollten Sie also den Versicherungsschutz anpassen.

  • Elementarschadenversicherung

    Naturgewalten können in kurzer Zeit enorme Schäden verursachen. Dazu gehören zum Beispiel Starkregen, Hochwasser oder Erdbeben. Die Elementarschadenversicherung schützt vor den Folgen solcher Verwüstungen. Häufig ist sie als zusätzlicher Baustein einer Betriebsgebäudeversicherung abschließbar.

  • Betriebsunterbrechungsversicherung

    Sind Sie gezwungen, Ihren Betrieb zu unterbrechen – etwa durch den Ausfall einer Maschine –, drohen finanzielle Einbußen. Mit einer entsprechenden Versicherung können Sie die finanziellen Folgen absichern. Auch hier sollten Sie sich genau über versicherte Risiken und Schäden informieren. In der Regel setzen Versicherer einen Sachschaden als Grund für die Betriebsunterbrechung voraus.

  • Cyberversicherung

    Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben bereits 30 Prozent der deutschen Mittelständler durch Attacken von Cyberkriminellen wirtschaftliche Schäden erlitten. Eine Cyberversicherung schützt vor den finanziellen Folgen von Hackerangriffen. Zu den versicherten Posten zählen je nach Anbieter die Kosten für die Analyse des Schadens (IT-Forensik), die Krisenkommunikation mit Kunden sowie die Entfernung von Schadsoftware. Mehr zum Thema Cyberrisiken lesen Sie hier.

Spezialversicherungen für bestimmte Branchen

  • Kfz-Versicherung für Firmenfahrzeuge

    Manch ein Unternehmen ist auf die Verfügbarkeit seiner Firmenwagen angewiesen. Sind bei einem Kurierunternehmen etwa die Fahrzeuge beschädigt, steht mitunter im wahrsten Wortsinn der Betrieb still. Für diesen Fall ist ein umfangreicher Kfz-Versicherungsschutz sinnvoll. Mitversichert sind in der Regel Schäden am Fahrzeug und im Innenbereich. Einige Anbieter verzichten auch auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit.

  • Kühlgutversicherung

    Wer seine Waren gekühlt lagern muss, sollte über eine Kühlgutversicherung nachdenken. Das kann nicht nur für Cateringunternehmen und Lebensmittelproduzenten sinnvoll sein, sondern auch für Pharma-, Labor- und Biotechnologiebetriebe. Werden die Kühlwaren durch den Ausfall der technischen Anlage beschädigt, springt die Versicherung ein. Gut zu wissen: Bei einigen Anbietern sind auch Folgeschäden versicherbar. Verzögert sich etwa die Produktion eines Wirkstoffs, reguliert die Versicherung den finanziellen Schaden.

Bei dem süddeutschen Kunststoffverarbeiter konnte die Arbeit schon vier Monate nach der Brandkatastrophe wieder aufgenommen werden. An das Großfeuer erinnert heute nur noch ein verkohltes Firmenschild; es wurde von den Mitarbeitern zur Erinnerung an das glimpflich ausgegangene Unglück in der neuen Halle aufgehängt.

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    Aufmacherfoto: iStock (imamember)

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