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Wirtschaft

Corona-Branchenbarometer

Während einige Unternehmen mit einem blauen Auge davonkommen könnten, hat die Pandemie andere bereits mit voller Wucht erwischt. Ein Zwischenstand aktueller Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute und Branchenverbände.

Bund und Länder haben im März/April für die deutsche Wirtschaft einen Corona-Schutzschirm in Höhe von mehr als 1,2 Billionen Euro aufgespannt. Die renommierte Brüsseler Denkfabrik Bruegel beziffert das Volumen der deutschen Finanzhilfen sogar auf rund 1,8 Billionen Euro – 60 Prozent der Wirtschaftsleistung des vergangenen Jahres. Das Anfang Juni verabschiedete Konjunkturprogramm für 2020/21 mit einem Umfang von 130 Milliarden Euro ist hier noch nicht einmal eingerechnet. Kein anderes Land in der EU nimmt so viel Geld in die Hand, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzumildern. Dennoch rechnet die Bundesregierung in ihrer Frühjahrsprojektion für 2020 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,3 Prozent. Das wäre der stärkste Wachstumseinbruch seit Gründung der Bundesrepublik. Obwohl die Pandemie die Wirtschaftsleistung im Januar und Februar noch nicht wesentlich beeinträchtigte, sank das BIP bereits im 1. Quartal 2020 gegenüber dem 4. Quartal 2019 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 2,2 Prozent – der stärkste Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.

 

Einige Unternehmen hat die Corona-Krise bereits mit voller Wucht erwischt, andere sind bislang mit einem blauen Auge davongekommen. Aber auch Unternehmen, die bisher gut durchgekommen sind, könnten in den kommenden Monaten noch von den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie betroffen werden.

 

Wie es um einzelne Branchen in Deutschland zuletzt bestellt war, zeigt unsere Stichprobe aus der Frühjahrsprojektion der Bundesregierung sowie den Meldungen renommierter Forschungsinstitute und Branchenverbände (Stand: Juni 2020).

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