Einsichten + Aussichten

Nachrichten aus Postbank, Wirtschaft und Finanzen für Geschäfts- und Firmenkunden

Kurz & knapp

Ausblicke

Top-Ereignisse 2018

Das neue Jahr bringt wieder eine Fülle bedeutender Ereignisse mit sich, etwa die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland oder das 90. Jubiläum der Oscar-Verleihung in Los Angeles. Wir haben in unserem Bilderslider die wichtigsten Termine für Sie zusammengestellt. Was speziell für Selbstständige und Unternehmer wichtig wird, lesen Sie hier.

Gewinnspiel

Der Weg zum Flow

Für Extremsportler ist es das höchste der Gefühle: Laufen im Flow. Doch was ist der Flow und wie kann man diesen Zustand erreichen? Das hat der Sport- und Managementpsychologe Michele Ufer erforscht. Wir verlosen 5 Exemplare seines aktuellen Buchs „Flow-Jäger“. Zur Teilnahme klicken Sie einfach auf den Button unten. Wie Sie den Flow im Geschäftsalltag nutzen können, lesen Sie hier.

Urteile

Steuerrecht

Trocken Brot ist kein Frühstück

Keine Besteuerung für Brötchen

Trockene Brötchen in Kombination mit Kaffee oder Tee stellen keinen lohnsteuerpflichtigen Sachbezug in Form eines Frühstücks dar. Das hat das Finanzgericht Münster entschieden (Az. 11 K 4108/14).

Ein Unternehmen hatte seinen Mitarbeitern, Kunden und Gästen täglich kostenlos rund 150 Brötchen zum Verzehr zur Verfügung gestellt. Die verschiedenen Teigwaren standen in Körben auf einem Buffet in der Kantine. Marmelade, Aufschnitt oder andere Beläge gab es dazu nicht. Mitarbeiter und Kunden konnten sich zudem ganztägig und ebenfalls unentgeltlich aus einem Heißgetränkeautomaten bedienen. Das Finanzamt erkannte in diesem Angebot ein Frühstück und damit eine unentgeltliche Zurverfügungstellung einer Mahlzeit an die Arbeitnehmer. Als Sachbezug hätte diese deswegen je Mitarbeiter und Arbeitstag besteuert werden müssen. Das Unternehmen klagte dagegen und bekam recht: Ein trockenes Brötchen und ein Heißgetränk seien noch kein Sachbezug in Form eines Frühstücks im Sinne des Einkommensteuergesetzes, urteilte das Finanzgericht.

Arbeitsrecht

Betrügerische Bewerbung

Kein Schadensersatz für „AGG-Hopper“

Ein Bewerber kann auch bei einem Verstoß des Arbeitgebers gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) keinen Schadensersatz verlangen, wenn er von vornherein nur die Zahlung einer Entschädigung angestrebt hat. Das hat das Amtsgericht München entschieden (Az. 173 C 8860/16).

Die beklagte Firma hatte folgende Stellenanzeige geschaltet: „Nette weibl. Telefonstimme gesucht“. Der Kläger rief die Firma an und bat um Mitteilung der E-Mail-Adresse, da sich eine Freundin von ihm bewerben wolle. Er bewarb sich dann aber selbst und erhielt eine Absage, weil man sich bereits für einen männlichen Mitarbeiter entschieden hatte. Der Kläger verlangte mit dem Hinweis, die Stellenanzeige sei geschlechtsdiskriminierend gewesen, 1.600 Euro Schadensersatz. Die Firma weigerte sich zu zahlen. Sie ist der Meinung, die Bewerbung sei subjektiv nicht ernsthaft, vielmehr handele es sich beim Kläger um einen sogenannten „AGG-Hopper“. Das AG München gab ihr recht – auch vor dem Hintergrund, dass der Bewerber bereits ähnliche Klagen angestrengt hatte.

Zahlen bitte!

Sicherheit statt Twitter und Facebook

Was Azubis
wirklich wollen

Was wünschen sich Auszubildende von ihrem Arbeitgeber? Das wollten das Bundesinstitut für Berufsbildung und die Bundesagentur für Arbeit wissen. Sie befragten dazu jüngst rund 2.000 junge Leute, die sich um einen Ausbildungsplatz beworben hatten. Die Ergebnisse finden Sie verpackt in unseren Zahlen.

Punkte …

89,6

… von möglichen 100 Punkten erreichte auf der Skala der wichtigsten Entscheidungs-kriterien für einen Ausbildungsbetrieb das Potenzial der Firma als langfristiger Arbeitgeber. Auf Platz 1 landete mit 93 Punkten ein gutes Betriebsklima.

Punkte …

70,8

… wurden von den Befragten durchschnittlich für gute Rahmenbedingungen während der Ausbildung vergeben. Auf Platz 1 landete hier mit 80,4 Punkten die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Platz 2 die Nähe zum Wohnort (75,2).

Punkte …

65,8

… wurden von den Befragten durchschnittlich für eine gute gesellschaftliche Vernetzung des Betriebs vergeben. Am wichtigsten sind hier ein gutes Image des Unternehmens (78,4 Punkte), eine moderne Ausstattung (71,7 Punkte) sowie die Bekanntheit der Firma (63,6 Punkte).

Punkte …

61,9

… entfielen durchschnittlich auf die Flexibilität der Ausbildungsmöglichkeiten. Dazu zählen für die jungen Leute variable Arbeitszeiten (67,0 Punkte) sowie über die Ausbildungsordnung hinausgehende Zusatzangebote (61,5 Punkte).

Punkte …

49,7

… wiesen die befragten jungen Menschen der Frage zu, ob ein Ausbildungsbetrieb in den sozialen Medien vertreten ist. Dieser Aspekt ist bei der Wahl der ersten Firma also nicht ganz so wichtig.

Kurz & knapp

  • Bildnachweise

    Aufmacher: istockphoto / shirinosov; Fotos: iStockphoto (alvarez, arfo, baranozdemir, didesign021, kunertus, TommL), Michele Ufer; Grafiken: iStockphoto / fonicum (3), Kittisak_Taramas (2)

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