Einsichten + Aussichten

Nachrichten aus Postbank, Wirtschaft und Finanzen für Geschäfts- und Firmenkunden

Meldungen

Kurz & knapp

Durch Vielfalt bei den Zahlungsverfahren im Checkout können Online-Händler ihre Kaufabbruchquoten auf nahezu null senken. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Erfolgsfaktor Payment“ des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg. Bieten Händler ihren Online-Kunden die fünf verbreitetsten Verfahren sowie die Zahlung per Vorkasse an, ergibt sich demnach eine Kaufabbruchquote von nur 3 Prozent. Werden weitere Verfahren hinzugenommen, sinkt die Abbruchquote weiter. Händler, die nur ein Verfahren anbieten, erreichen hingegen maximal sechs von zehn Kunden. 72 Prozent der Kunden haben ein favorisiertes Zahlungsverfahren, 11 Prozent wollen sogar ausschließlich ihr Lieblingsverfahren nutzen. Einige Kunden bevorzugen aber auch Verfahren, die von der breiten Masse der Kunden gar nicht verwendet werden. Das beliebteste Zahlungsverfahren ist Paypal: 57 Prozent der Kunden, die ein bevorzugtes Zahlungsverfahren haben, zahlen bevorzugt damit. www.ibi.de

Tablet mit geöffnetem Browser, in dem verschiedene Zahlungsarten zu sehen sind.

Weniger Kaufabbrüche bei  Vielfalt im Check-out

Online-Handel

Leasing wird bei Unternehmen immer beliebter. Mit einem Leasinganteil von 53,5 Prozent an den außenfinanzierten Anlageinvestitionen in zum Beispiel Fahrzeuge und Maschinen erzielte die deutsche Leasingwirtschaft 2019 einen neuen Rekord.

Rekord bei Investitionen

Leasing

Customer Experience

Luft nach oben

Deutsche Unternehmen haben bei der „Customer Experience“ noch Verbesserungspotenzial. Die große Mehrheit der Unternehmen schneidet hinsichtlich des Kundenerlebnisses nur durchschnittlich ab. Das hat eine Studie der Beratungsgesellschaft KPMG ergeben, für die mehr als 5.000 Kunden befragt wurden. Lediglich neun von knapp 150 im Rahmen der Umfrage erfassten Unternehmen erfüllten die Kriterien für „exzellente“ Kundenerfahrungen. Beurteilt wurden Integrität, Problemlösungskompetenz, Erwartungen, Zeit und Aufwand, Personalisierung sowie Empathie. www.kpmg.de

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind 2019 im bundesweiten Durchschnitt um 3,8 Prozent gestiegen. Damit fiel der Anstieg der Vergütungen ähnlich hoch aus wie im Vorjahr (3,7 %). Das durchschnittliche tarifliche Azubigehalt betrug 939 Euro brutto.

Vergütungen legen zu

Ausbildung

Finanzierung

EZB fördert Kreditzugang

Die Europäische Zentralbank (EZB) bringt im März die dritte von sieben Tranchen vergünstigter TLTRO-III-Darlehen für die Geldhäuser der Eurozone auf den Markt. Ziel ist es, das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen und Privatkunden im Euroraum zu stimulieren. Die EZB geht von einem Kreditwachstum um fast 0,4 Prozentpunkte und eine Senkung der Kreditkosten in der Spitze um 15 Basispunkte aus. www.ecb.europa.eu

Handel

Bio boomt

Immer mehr Deutsche kaufen Biolebensmittel. 2019 wurden hierzulande mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln fast 12 Milliarden Euro umgesetzt – annähernd 10 Prozent mehr als 2018. Insgesamt beträgt der Anteil von Ökowaren am Lebensmittelmarkt bislang nur 5 Prozent. Vergleichsweise hohe Umsatzanteile erreichen bereits Biomehl mit 26 Prozent, Bioeier mit 23 Prozent und Biomilch mit gut 14 Prozent. www.iwd.de

Marketing

Deutsche Marken, über die man spricht

Welche Marken sich am positivsten bei den Deutschen ins Gespräch zu bringen wussten, untersucht jährlich das Marktforschungsunternehmen YouGov. Unsere Bildergalerie zeigt die Top Ten des Buzz-Rankings 2019. Grundlage ist der YouGov-Brandindex, der 1.300 Marken berücksichtigt. www.brandindex.com

Urteile

  • Kein Anspruch auf NeuheitenVerbraucherrecht

    Ein Hersteller ist nicht unbedingt dazu verpflichtet, seine Kunden vorab über einen geplanten Modellwechsel zu informieren. Das hat das Landgericht Wuppertal entschieden (Az. 9 S 179/19).

     

    Eine Käuferin der Küchenmaschine Thermomix fühlte sich vom Hersteller Vorwerk betrogen, als dieser sieben Wochen nach dem Kauf ein neues Modell auf den Markt brachte. Die von ihr geforderte Rückabwicklung des Kaufvertrags lehnte das Unternehmen ab. Daraufhin zog die Käuferin vor Gericht. Das Landgericht Wuppertal bestätigte jedoch die Entscheidung des Amtsgerichts Wuppertal, dass Vorwerk nicht verpflichtet gewesen sei, Kunden lange im Voraus auf einen geplanten Modellwechsel hinzuweisen. Vorwerk hatte Kunden, die zweieinhalb Wochen vor dem Modellwechsel einen Thermomix gekauft hatten, das Angebot gemacht, zum Nachfolgemodell zu wechseln.

  • Betriebsrat darf aufgelöst werdenArbeitsrecht

    Verweigert ein Betriebsrat die Zusammenarbeit mit der Unternehmensleitung, so kann er von Gerichts wegen aufgelöst werde. Das hat das Arbeitsgericht Solingen entschieden (Az. 1 BV 27/18).

     

    Der Betriebsrat eines Leichtmetallfelgen-Herstellers hatte die Zusammenarbeit mit der Personalleitung verweigert, Arbeitnehmern gegenüber unzutreffende Aussagen über das Unternehmen gemacht und ohne vorherige Verhandlungen gerichtliche Verfahren angestrengt. Dadurch sah das Gericht die gesetzlichen Pflichten des Betriebsrats grob verletzt und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber nicht mehr gegeben. Das Gericht stimmte deshalb dem Antrag des Arbeitgebers und eines Viertels der Belegschaft auf Auflösung des Betriebsrats zu.

Brexit

Was Deutschland und Großbritannien (noch) verbindet

Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich laufen auf Hochtouren. Die Wahrscheinlichkeit für einen No-Deal-Brexit am Jahresende ist aber weiterhin groß. Mehr dazu lesen Sie hier. Unsere Grafik zeigt, wie eng Deutschland und Großbritannien bislang verbunden sind.

Grafik zu der Wirtschaftsbeziehung zwischen Großbritannien und Deutschland
Anteil der Arbeitsplätze in Deutschland, die direkt und
indirekt von Exporten in das Vereinigte Königreich
abhängig sind, nach Wirtschaftszweigen
2017, in Prozent
Rangfolge der wichtigsten deutschen
Außenhandelspartner
Rangfolge im Außenhandel (Export + Import)
2019 nach Umsatz
Deutsche Exporte nach Großbritannien
Volumen deutscher Exporte in das Vereinigte
Königreich in Milliarden Euro
Herstellung von
Kraftwagen und -teilen
Sonstiger Fahrzeugbau
Metallerzeugung
und -bearbeitung
Herstellung von
chemischen Erzeugnissen
Herstellung von pharma-
zeutischen Erzeugnissen
Maschinenbau

Kurz & knapp

Die EU-Überwachungsbehörden für Chemikalienrecht haben den Start eines umfangreichen Überwachungsprojekts bekannt gegeben. Das berichtet die Sachverständigenorganisation DEKRA. Dabei werden Online-Angebote von Chemieprodukten wie zum Beispiel Reinigern und Klebstoffen auf die korrekte Kennzeichnung geprüft. Der Abnehmer muss die volle Gefahrstoffkennzeichnung mit Piktogramm, Signalwort und H-Sätzen im Wortlaut zwingend sehen können, bevor er einen Artikel für den Kauf auswählt. Zudem wird die Einhaltung von Schadstoffgrenzwerten kontrolliert. Dies betrifft beispielsweise Grenzwerte für Azofarbstoffe in Textilien oder Phthalat-Weichmacher in Spielzeugen und Babyartikeln. Dazu werden die Behörden entsprechende Produkte kaufen und in Laboren untersuchen lassen. DEKRA-Experte Jochen Dettke rät: „Betreiber von Online-Shops und Verkäufer auf Online-Plattformen wie Ebay oder Amazon sollten dringend prüfen, ob ihre Angebote die vorgeschriebenen Informationen enthalten.“ www.dekra.com

 

Anwendung einer Fugenspritze

Jetzt Chemikalien-kennzeichnung prüfen

Online-Handel

Digitalisierung

Online-Kurs zu KI

Wie funktioniert künstliche Intelligenz (englisch: artificial intelligence)? Das Wissen dazu kann ab sofort jeder im Online-Kurs „Elements of AI“ der Industrie- und Handelskammern in Deutschland erwerben und testen. Der Kurs zeigt, wie Maschinen lernen, Bilder und Texte erkennen und mit Menschen interagieren. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet in den nächsten fünf Jahren mit einem stark wachsenden Einsatz von KI in allen

Wertschöpfungsstufen. Der Online-Kurs soll dazu beitragen, möglichst viele Menschen mit künstlicher Intelligenz in Berührung zu bringen und Ängste abzubauen. www.elementsofai.de

Für innovative Unternehmen in Deutschland stehen 2020 im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) 555 Millionen Euro Förderung zur Verfügung. Das Programm wendet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen.

555 Mio. Euro Förderung

Innovationsfinanzierung

DSGVO

Auskunft ungenügend

Alle Personen haben im Rahmen der DSGVO das Recht, von Unternehmen zu erfahren, ob diese Daten zu ihrer Person verarbeiten (Art. 15 Abs. 1). Rund jeder fünfte Deutsche hat bereits solch ein Auskunftsersuchen gestellt. Das hat eine aktuelle repräsentative Umfrage von „eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.“ ergeben. Mit der Antwort zufrieden war jedoch nur jeder Dritte. Bemängelt wurde zum Beispiel, dass die Verantwortlichen die Auskünfte zu spät, unvollständig, unverständlich oder gar nicht abgaben. Im schlimmsten Fall kann bei Nichteinhaltung der Vorschriften ein Bußgeld verhängt werden. www.eco.de

 

 

Heftige Windböen verursachen laut dem Statistischen Bundesamt mehr als 400 Autounfälle im Jahr. Gefährlicher Seitenwind droht vor allem auf Brücken, an Waldschneisen und großen Feldern. „Runter vom Gas“ lautet hier eine der Empfehlungen vom TÜV Rheinland, die Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter weitergeben sollten. Denn je schneller ein Fahrzeug fährt, desto größer sind die Windkräfte, da Seiten- und Fahrtwind zusammenwirken.

Tipps für das Fahren bei Seitenwind

Fuhrpark

Der Schienengüterverkehr hat gegenüber dem Straßengüterverkehr seinen Vorsprung beim Schutz des Klimas weiter ausgebaut. Einer Auswertung des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge erzeugt der Güterverkehr auf der Straße eine sechsmal höhere Klimabelastung je Tonne und Kilometer als der Schienengüterverkehr. Die Emissionen der Güterbahnen haben sich demnach innerhalb von vier Jahren um ein Viertel reduziert.

Bahn deutlich umweltfreundlicher als Lkw

Güterverkehr

Weitere Artikel

Zahlungsverkehr

Fallstudie

Instant Payments: Turbo-überweisungen bei der TK

Wie die Techniker Krankenkasse mit Echtzeitüberweisungen ihre digitalen Prozesse optimiert.

Interview

Finanzierung: Nicht den Kopf in den Sand stecken

Postbank Bereichsvorstand Reiner Ramacher sagt, warum Firmen jetzt ihre Finanzierung konsolidieren sollten.

Aktuelles

Coronavirus: Was Arbeit-geber wissen müssen

Welche Rechte und Pflichten Arbeitgeber gegenüber ihren Mitarbeitern haben und wo sie finanzielle Unterstützung erhalten.

Newsletter

Kontakt

Perspektiven