Lesedauer: 4 Minuten

Hannover Messe

Industrietrends 2020

Klimaschutz, Digitalisierung, Individualisierung – so heißen die Industrie-Megatrends der diesjährigen Hannover Messe im Juli. Sie bieten innovativen Unternehmen gewaltige Marktchancen.

Haben Sie schon mal etwas von CCUS gehört? Wenn nicht, dann haben Sie eine hochinteressante technologische Neuerung verpasst. Denn hinter diesen vier Buchstaben versteckt sich die Chance, den Klimakiller Kohlendioxid zu bändigen und dabei auch noch Geld zu verdienen. Die Abkürzung steht für Carbon Capture, Utilization and Storage, zu Deutsch: Kohlenstoff einfangen, nutzen und speichern. Daraus ergeben sich interessante Perspektiven zur Verwertung von CO2-Emissionen, die bei industriellen Prozessen entstehen. CCUS könnte also erheblich zum Klimaschutz beitragen.

 

Dass daraus auch interessante Geschäftsmodelle erwachsen können, haben kürzlich Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bewiesen: Ihnen ist es in einer Versuchsanlage erstmals gelungen, mittels CCUS Kraftstoffe aus CO2, Wasser und Ökostrom herzustellen. Im nächsten Schritt soll eine vorindustrielle Demonstrationsanlage mit rund 1.500 Litern Produktionskapazität pro Tag entstehen. Wohin diese spannende technologische Reise führen soll, können Besucher der Hannover Messe live erleben: Das KIT ist einer der 6.000 Aussteller, die sich dort präsentieren. Das diesjährige Leitthema der Messe, die aufgrund des Coronavirus von April auf Juli verschoben wurde, lautet „Industrial Transformation“. Neben dem Klimaschutz haben die Messemacher zwei weitere Megatrends identifiziert: das Dauerthema Digitalisierung und die Individualisierung. Was sich dahinter verbirgt, zeigt unser kompakter Überblick.

Die Industrietrends der Hannover Messe

Industrietrend 1

Klimaschutz

Industrietrend 2

Digitalisierung

Unternehmen tun gut daran, sich auf die neuen Megatrends einzulassen und dafür innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Denn die Innovationskraft eines Unternehmens ist eng mit seinem Unternehmenserfolg verknüpft: „Firmen mit hohem Output an neuen Ideen wirtschaften rentabler als andere Betriebe. Wer keine Innovationen hervorbringt, erzielt unterdurchschnittliche Gewinne“, lautet das Fazit einer aktuellen Studie der IW Consult im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Demnach liegt die Nettoumsatzrendite sogenannter disruptiver Innovatoren 33 Prozent über dem Durchschnitt aller Unternehmen. Was macht diese Firmen so besonders? Sie punkten laut IW Consult mit Mut und Offenheit für Neues sowie der Einbindung ihrer Mitarbeiter in den Innovationsprozess. Knapp 20 Prozent der deutschen Unternehmen zählen zu dieser Kategorie. Unternehmen ohne Innovationsfokus hingegen liegen bei der Nettoumsatzrendite 36 Prozent unter dem Durchschnitt.

 

Wie Unternehmen jetzt wichtige Innovationen sicher finanzieren, lesen Sie im Interview mit Reiner Ramacher, Bereichsvorstand Firmenkunden bei der Postbank – eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG.

Fakten zur Hannover Messe 2020

Termin: 13.–17. Juli 2020

Ort: Messegelände Hannover

Preise: Tagesticket 34 Euro, Dauerticket 77 Euro
Aussteller: 6.000

Besucher: 200.000 (erwartet)

Veranstaltungen: 1.400 Events, 80 Foren und Konferenzen

www.hannovermesse.de

  • Bildnachweise

    Aufmacherfotos: iStockphoto (gilaxia, ipopba, Kerkez); weitere Fotos: 123RF ( wklzzz ), iStockphoto (gorodenkoff, hudiemm)

Weitere Artikel

Prognosen

Dr. Bargels Finanzmarktbarometer

Der Postbank Chefinvestmentstratege prognostiziert, womit Unternehmer im zweiten Quartal 2020 rechnen müssen.

Wirtschaft

Brexit: Kein Grund zur Entwarnung

Wie sich Unternehmen auf die weiter bestehende Gefahr eines No-Deal-Brexits am Jahresende vorbereiten können.

Newsletter

Kontakt

Perspektiven