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Finanzierung

Jetzt mit Investitionen Wettbewerbsvorteile sichern

Für immer mehr Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige heißt es endlich wieder „business as usual“. Dazu gehören auch passende Finanzierungen. Die sind aktuell so einfach zu bekommen wie lange nicht mehr.

Auch wenn die Konjunkturerholung aufgrund sprunghaft gestiegener Preise für Energie sowie Lieferengpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten zuletzt ins Stocken kam: Mittelfristig scheint der Wachstumspfad für die deutsche Wirtschaft geebnet. Die Konsumstimmung in Deutschland hat im September fast das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht, der Arbeitsmarkt brummt und auch die globale Wirtschaftserholung dürfte sich im kommenden Jahr fortsetzen. Die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten in ihrem am 14. Oktober veröffentlichten Herbstgutachten für 2021 ein Wachstum von 2,4 Prozent. 2022 könnte das Wachstumsplus bei 4,8 Prozent liegen.

 

Mit der Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität rückt auch die Notwendigkeit regelmäßiger Investitionen wieder in den Vordergrund, denn sie sind wichtig für das Fortkommen eines jeden Unternehmens. Aktuell gilt das neben der Bewältigung der Corona-Pandemie-Folgen insbesondere für den Bereich Digitalisierung, aber auch für alles, was mit dem Klimaschutz zusammenhängt, etwa die Steigerung der Energieeffizienz. Beide Bereiche sind eng verknüpft und nicht zuletzt wichtige Kostentreiber. Die Verteuerung von Energie sorgte laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zuletzt bei rund 70 Prozent der Firmen für einen starken beziehungsweise mittleren Preisauftrieb. Das gilt insbesondere für die Industrie und die Bauwirtschaft. Beide Branchen erwarten, dass die Auswirkungen der Energiepreissteigerungen mittelfristig sogar noch zunehmen werden. Auch mit Blick auf Arbeits- sowie administrative Kosten gehen die Betriebe mittelfristig von preistreibenden Wirkungen aus. Hier kann die Digitalisierung ein Mittel sein, um im Unternehmen langfristig Einsparpotenziale zu realisieren.

 

Wie Freiberufler und Unternehmen den Wandel finanzieren können

Zurück zur Normalität heißt es voraussichtlich spätestens ab dem Jahreswechsel 2021/2022 auch bei den Finanzierungen, denn dann könnten die staatlichen Corona-Hilfsprogramme, deren Antragsfristen bereits mehrfach verlängert wurden, endgültig auslaufen. Damit rücken die klassischen Finanzierungsformen wieder in den Fokus. Die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten für Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen im Überblick:

  • Bankkredite – gesunkene Hürden für kleine und mittlere Unternehmen

    Während die Kreditnachfrage auf niedrigem Niveau verharrte, war die Lage beim Zugang zu Finanzierungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zuletzt entspannt. Die Kreditbarrieren haben zwar der KfW-ifo-Kredithürde zufolge im 3. Quartal insgesamt wieder etwas zugenommen. Im 2. Quartal war die Kredithürde für kleine und mittlere Unternehmen erstmals seit März 2020 wieder spürbar nach unten gegangen. Der deutliche Rückgang aus dem Vorquartal wurde aber durch die aktuelle Gegenbewegung, die maßgeblich von den Dienstleistern getrieben wurde, nicht vollständig kompensiert. KMU im Verarbeitenden Gewerbe mussten trotz der Betroffenheit durch anhaltende Lieferengpässe nur geringe Verschlechterungen hinnehmen. Entsprechende Unternehmen aus dem Einzel-, Großhandel und Bauhauptgewerbe konnten sogar von deutlichen Lockerungen profitieren. Unternehmer erhalten also ganz überwiegend die bei ihren Hausbanken angefragten Finanzierungen. Fünf Tipps für eine schnelle und einfache Kreditaufnahme finden Sie hier.

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    Sie wollen Ihr Unternehmen für die erwartete weitere Konjunkturerholung passend aufstellen? Mit dem flexiblen Postbank Business Kredit direkt erhalten Sie dafür den nötigen finanziellen Rückhalt.

     

    • Ab 0,99 Prozent effektiver Jahreszins
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  • Förderkredite – Innovationsfinanzierung fast zum Nullzins

    Der Staat unterstützt Unternehmen bei ihren Investitionen mit zinsgünstigen Förderkrediten. Seit Juli 2021 hat die staatliche KfW-Bank die Kreditkonditionen für den ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit deutlich verbessert. Mittelständische Unternehmen, Freiberufler und junge Unternehmen in Gründung können ihre Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben fast zum Nullzins finanzieren – aktuell gibt es dort Angebote bereits ab 0,01 Prozent. Zudem werden die Hausbanken von bis zu 70 Prozent des Kreditrisikos entlastet.

     

    Investitionen und Betriebsmittel für die Entwicklung neuer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen, die sich vom Stand der Technik in der Europäischen Union abheben, fördert die KfW mit dem ERP-Mezzanine für Innovation. Förderberechtigt sind private Unternehmen und Freiberufler, die seit mindestens zwei Jahren geschäfts­tätig sind. Die Kreditsumme beträgt bis zu 5 Millionen Euro. Bis zu 60 Prozent Risikoübernahme der KfW durch Nachrangkapital ist möglich.

     

    Förderungen der KfW gibt es außerdem für mehr Energieeffizienz in der Produktion, den Umstieg auf Elektromobilität und im Rahmen der Klimaschutzoffensive für den Mittelstand für klimafreundliche Aktivitäten in Anlehnung an die EU-Taxonomie.

  • Leasing – Vorteile für den Finanzierungsmix

    Leasing gehört zu den beliebtesten Finanzierungsformen in Deutschland. Rund ein Viertel des Volumens der Ausrüstungsinvestitionen wurde laut dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen 2020 über Leasing realisiert. Betrachtet man allein die außenfinanzierten Investitionen, liegt der Anteil sogar bei gut der Hälfte. Mittelständlern bietet Leasing als Ergänzung im Finanzierungsmix einige Vorteile. Beispielsweise ist eine Leasingfinanzierung unter bestimmten Bedingungen bilanzneutral. Sie lässt bereits bestehende Kreditlinien unberührt und wirkt dadurch sowohl liquiditäts- als auch eigenkapitalschonend. Leasingfähig sind im Prinzip alle Wirtschaftsgüter, die mobil und drittverwendungsfähig sind, etwa Nutzfahrzeuge und Investitionsgüter – von der einzelnen Maschine bis zur kompletten Fertigungsanlage.

Noch ein Tipp: Im Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz wurde für Investitionen in bewegliche Wirtschaftsgüter des betrieblichen Anlagevermögens in den Jahren 2020 und 2021 wieder die Möglichkeit der degressiven Abschreibung eingeführt. Sie beträgt das 2,5-Fache des linearen Abschreibungssatzes, maximal 25 Prozent der Anschaffungskosten bzw. des Restbuchwerts. Zudem können Unternehmer, die ihren Betrieb mit bestimmter neuer IT ausstatten, diese Ausgaben ab 2021 in voller Höhe als gewinnmindernde Betriebsausgaben abschreiben. Bislang mussten die Anschaffungskosten auf mindestens drei Jahre verteilt werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 20.10.2021. Der Artikel ersetzt nicht die steuerliche Beratung.

  • Bildnachweise

    Foto: iStockphoto / EXTREME-PHOTOGRAPHER

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