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Outdoor-Smartphones

Hart im Nehmen

Wer viel im Freien arbeitet, braucht robuste Tools. Das gilt auch für Smartphones und Laptops. Einige Hersteller haben sich darauf spezialisiert.

Es übersteht unbeschadet einen Sturz aus 1,5 Meter Höhe auf Beton und gibt auch dann nicht den Geist auf, wenn es mal eine gute halbe Stunde komplett im Wasser liegt: Im Praxistest des Technikmagazins Chip belegte das Samsung Galaxy XCover Pro kürzlich den ersten Platz – und es sieht dabei auch noch gut aus. Sogenannte Outdoor-Smartphones wie das XCover Pro sind nicht nur praktisch für Mountainbiker oder Windsurfer, sie eignen sich auch für den Einsatz in der Werkstatt oder auf der Baustelle – also überall, wo zum Beispiel Feuchtigkeit oder Staub der feinen Technik zusetzen könnten.

 

Worauf Sie beim Kauf eines Handwerkerhandys achten sollten:

 

Das Display – hart, aber sensibel

Als Handwerker müssen Sie Ihr Smartphone auch mit Arbeitshandschuhen bedienen können. Dafür muss der Touchscreen trotz Robustheit ausreichend sensibel sein. Bei Notebooks empfiehlt es sich, auf eine stabile Tastatur mit großen Tasten zu achten, damit beim Tippen mit Arbeitshandschuhen nicht versehentlich die umliegenden Tasten mit gedrückt werden. Um auf dem Monitor auch bei starker Sonneneinstrahlung gut lesen zu können, ist ein entspiegeltes Display Pflicht. Damit der Bildschirm Stürze unbeschadet übersteht, verwenden Hersteller häufig das „Gorilla Glass“ des Spezialglas-Herstellers Corning. Neuester Stand der Technik ist das Gorilla Glass Victus. Im Labortest übersteht es Stürze aus zwei Meter Höhe auf raue, harte Oberflächen ohne Probleme.

 

Das Gehäuse – Hauptsache robust

Wie das Display, sollte auch das Gehäuse von Smartphones und Laptops für den professionellen Einsatz möglichst robust sein, damit es das Innenleben optimal schützt. Bei Outdoor-Modellen besteht es zumeist anteilig aus Gummi und besonders widerstandsfähigem Kunststoff. Anschlüsse für Kopfhörer und Ladekabel sollten mit Verschlusskappen abgedichtet werden können. Sonst kann Staub oder Wasser eindringen. Wer optimalen Schutz sucht, sollte auf Modelle mit spezieller Versiegelung setzen. Eine Alternative sind spezielle Schutzhüllen, welche herkömmliche Geräte stoß- und sturzfest machen. Wichtig ist, eine Hülle zu kaufen, die eigens für das jeweilige Modell entwickelt wurde, damit sie optimal passt und maximalen Schutz gewährleistet.

 

Wasserdicht – oder nicht

Die IP-Zertifizierung – „IP“ steht für „International Protection“ – ist ein internationaler Standard, der die Widerstandsfähigkeit von elektronischen Geräten gegenüber Umwelteinflüssen wie Wasser und Staub ausdrückt. Die Zertifizierung wird von der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) vergeben und besteht aus zwei Ziffern: Die erste gibt den Schutzgrad gegenüber Staub und Fremdkörpern an; die zweite bestimmt die Wasserwiderstandsfähigkeit. Für beide Ziffern gilt: je höher der Wert, desto besser der Schutz. Aktuell ist der höchste Standard IP69. In Sachen Staubresistenz steht eine 6 für „staubdicht“. Bei der Wasserfestigkeit gibt eine 9 an, dass das Gerät gegen Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung geschützt ist. Eine 8 heißt, dass es einen dauerhaften Tauchgang unbeschadet übersteht, eine 7, dass es zeitweilig untergetaucht werden kann. Am verbreitetsten sind unter den aktuellen Outdoor-Smartphones derzeit die Standards IP67 und IP68.

 

Militärstandard MIL-STD-810G

Manche Outdoor-Smartphones schmücken sich mit dem Siegel der US-Militärnorm MIL-STD-810G. Die Norm definiert zahlreiche Tests für die Performance von Ausrüstungsgegenständen oder Geräten unter Extrembedingungen – zum Beispiel sehr hohen oder sehr niedrigen Temperaturen, starken Beschleunigungskräften oder dem Kontakt mit Chemikalien. Gut zu wissen: Hersteller, die diese Norm auf ihren Modellen angeben, sind nicht dazu verpflichtet, das Gerät allen entsprechenden Tests zu unterziehen.

 

Der Akku – die Laufzeit zählt

Spezielle Outdoor-Akkus gibt es nicht. Wer viel unterwegs ist, sollte auf eine gute Akkulaufleistung achten. Sie ist allerdings eine variable Größe, die unter anderem von der Nutzungsart und der Funkumgebung abhängt. Je leistungsfähiger zum Beispiel das Netz ist, in das sich ein Gerät einwählt, desto mehr Energie verbraucht dieses. Auch die Anzahl der genutzten Apps beeinflusst den Stromverbrauch. Wichtig: Die optimale Betriebstemperatur für Akkus liegt normalerweise zwischen 10 und 35 Grad. Höhere oder tiefere Temperaturen können den Akku schädigen und die Akkuleistung dauerhaft sinken lassen.

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  • Bildnachweise

    Aufmacherfoto: iStockphoto / guruXOOX

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